h-aero über einer Waldlandschaft

Mit Hightech zu besserem Waldmanagement

Mehr Daten über Ihren Wald — über Stunden aus der Luft erfasst, direkt über den Baumkronen, geräuscharm und ohne Rotorabwind.

Das Problem

Wald unter Druck

Trockenheit, Borkenkäfer, Sturmwurf und ein steigendes Brandrisiko setzen unseren Wäldern zu. Die klassische Erfassung stößt an Grenzen: Begehungen sind punktuell, Satellitendaten sind grob, und akkubetriebene Multikopter verbrauchen den Großteil ihrer Energie fürs Schweben, das begrenzt ihre Zeit über der Fläche. Försterinnen und Förster brauchen aktuelle, flächige und belastbare Daten als Grundlage für ihre Entscheidungen.

Die Lösung

Erfassen → Auswerten → Entscheiden

Ein klarer Ablauf — vom geräuscharmen Flug über den Kronen bis zur belastbaren Entscheidungsgrundlage.

Schritt 1

Erfassen

Geräuscharmer Flug direkt über den Baumkronen — hochauflösend, georeferenziert und mit langer Verweilzeit: über 5 Stunden, gemessen mit 1 kg Nutzlast im sparsamen Betrieb.

Schritt 2

Auswerten

KI-gestützte Auswertung der Luftdaten: Schadflächen, Vitalität und Strukturen werden sichtbar.

Schritt 3

Entscheiden

Belastbare Karten und Berichte als Grundlage für Forsteinrichtung und Maßnahmenplanung.

Warum h-aero

Die Energie gehört der Nutzlast

Bei einem Multikopter geht der Großteil der Akkuenergie ins Schweben. Bei h-aero trägt das Helium, die Energie steht dem Sensor zur Verfügung. Über 5 Stunden sind gemessen, mit leichter Nutzlast im sparsamen Betrieb.

Leise und ohne Abwind

Kein Rotorabwind, der Kronen, Boden oder Messluft aufwirbelt, und ein Geräuschpegel unter 40 dB — wichtig in Schutzgebieten, bei Wildbeobachtung und bei Messungen in Bodennähe.

Erfahren über Wald

h-aero verfügt über Aufstiegserlaubnisse für Flüge über Waldflächen und ist im EU-Projekt FORWARDS (Horizon Europe) mit dem Teilprojekt HALO-FARM aktiv (siehe Datenkette).

Finanziert von
der Europäischen Union
HALO-FARM wird im Rahmen des Projekts FORWARDS aus dem Programm für Forschung und Innovation Horizont Europa der Europäischen Union gefördert (Finanzhilfevereinbarung Nr. 101084481, EFI-Grant G-07-2024-3). Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für die Forschung (REA) wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür verantwortlich gemacht werden.

HALO-FARM · EU-Projekt FORWARDS

Vom Satellitenblick zur Nahaufnahme: die Datenkette an Gebiet 1

HALO-FARM erfasst fünf Waldgebiete in Deutschland und Österreich als Freiballon-Streifen von 1 km × 10 km (5.000 ha, davon rund 3.900 ha Wald). Der Satellit findet Veränderungen auf großer Fläche, h-aero liefert die Nahaufnahme zur fachlichen Interpretation. Sechs Stationen, hier für Gebiet 1 bei Baden-Baden: Vorhandenes ist mit real markiert, Geplantes mit geplant.

  1. 1 AuswahlGebiete und Streifen
  2. 2 SatellitZeitreihe 2025–2026
  3. 3 Sampleseigene Aufnahmen
  4. 4 SimulationFlugplan
  5. 5 Freifahrtentlang des Streifens
  6. 6 Auswertungdrei Beispiele

1 · Auswahl: fünf Gebiete, fünf Streifen real · Okt. 2026

Vorführung — Ihre Änderungen werden nicht gespeichert. Drehen Sie einen Streifen, um zu sehen, wie sich sein Waldanteil ändert.

Fünf Gebiete: 1–3 bei Baden-Baden, 4 bei Dornbirn (Österreich), 5 in der Rhön. Jedes Gebiet hat einen Mittelpunkt und eine Fahrtrichtung mit möglichst hohem Waldanteil. Fesselballon-Samples entstehen im Kreis von 1 km; für die Erhebung wird der Freiballon im Mittelpunkt losgelassen und fährt mit dem Wind in konstanter Höhe einen Streifen von 1 km × 10 km entlang. Fahrhöhe = Streifenmaximum + 100 m (792 / 808 / 975 / 1.254 / 985 m ü. NN). Gebiet 1: Streifen 135° (SO), rund 90 % Wald, Gelände von 270 bis 683 m. Zusammen decken die fünf Streifen 5.000 ha ab, davon rund 3.900 ha Wald (OpenStreetMap).

HALO-FARM KML Selector im Freiballon-Modus: Startkreis an Gebiet 1, Streifen nach Westen mit vier Wegpunkten und ihren Höhen
Der HALO-FARM KML Selector — das Eingangstor zu jedem Ort in der digitalen HALO-FARM-Welt. Am Flugtag folgt der Streifen dem vorhergesagten Wind: Der Selector legt Startpunkt, Richtung (hier 267° W für den 1. November 2026), Wegpunkte und Höhen fest und prüft sie gegen das Gelände — der Plan, den Station 4 simuliert (Oberfläche englisch). Demo auf Anfrage.

2 · Satellitensicht: Monatszeitreihe seit April 2025 real · Apr. 2025 – Okt. 2026

Sentinel-2 (Copernicus), je Monat eine wolkenarme Szene im Ausschnitt 3 × 3 km: 17 von 19 Monaten verwertbar. Rechts der Vegetationsindex (NDVI) des Waldes; magenta = Wald, dessen NDVI gegenüber demselben Monat des Vorjahres um mindestens 0,15 gesunken ist (nur Mai–September). Der größte Wert — 1,4 ha im Kreis im August 2026 — ist ein Kandidat für die Nahaufnahme, keine Diagnose: Dafür sind die Stationen 3–6 da.

Zeitraffer April 2025 – Oktober 2026 mit Projektstart (3. Juni 2025) und eigenen Aufnahmen als Bild im Bild (Beschriftung englisch)
Filmstreifen der monatlichen Sentinel-2-Szenen von Gebiet 1 mit Projektmonat
Alle verwertbaren Monate auf einen Blick, mit Projektmonat (M1 = Juni 2025)

Erstellt mit der Datenkette unseres Open-Hub-Satellitenviewers (Zugang zum Viewer auf Anfrage). Daten: Copernicus Sentinel-2 (ESA).

3 · Samples: eigene Aufnahmen an den Gebieten real

4 · Simulation: den Flug vor dem Flug planen real · seit Okt. 2026

Unser Flugsimulator prüft jeden Streifen gegen Gelände und Windprognose und optimiert freien Auftrieb und Ventilzeiten so, dass das geplante Höhenprofil eingehalten wird. Beispiel Gebiet 1 (geplanter Flug am 1. November 2026, Windprognose): 7,7 von 7,9 km in 27 Minuten, im Mittel rund 19 m neben dem geplanten Höhenprofil, 24 g Helium. Die seitliche Abweichung von bis zu 1,4 km zeigt den mit der Höhe drehenden Wind — genau das muss dieser Schritt vor einer Kampagne sichtbar machen.

Simulator, Freiballon-Modus, Gebiet 1: die ganze Fahrt von 27 Minuten in 22 Sekunden — oben die Bahn über dem Streifen, unten geplante und simulierte Höhe (Simulation, kein Flug; Oberfläche englisch). Demo auf Anfrage.

5 · Freifahrt entlang des Streifens geplant · erster Waldflug Anfang November 2026

Den Freiballonbetrieb hat dieselbe Plattform 2026 außerhalb von HALO-FARM gezeigt. Über dem Wald werden die Streifen ab Anfang November 2026 an Gebiet 1 befahren, danach folgen 2027 Kampagnen ohne Laub (Winter) und mit Laub (Frühjahr/Sommer) an allen Gebieten.

6 · Auswertung: drei Beispiele aus eigenen Aufnahmen

Die Erkennungsmethoden entwickeln wir an eigenen Daten. Die Beispiele zeigen die Richtung der Auswertung, jeweils mit Herkunft.

Wärmebild der Wiese am Waldrand, oben Original, unten mit umkreister Kerze und Lupe
real · M3 Kleinste Wärmequelle. Eine Kerze auf der Wiese am Waldrand von Gebiet 1, automatisch gefunden in 86 % der Bilder des Wärmebild-Livestreams (31.08.2025) — die Analogie zur Waldbrand-Früherkennung.
Luftbild in dichtem Nebel, oben Original, unten kontrastverstärkt mit markierter Personengruppe
real · M9 Personen im nebligen Winterwald. Demoflug an Gebiet 2 (25.02.2026): Kontrastverstärkung macht eine Gruppe an der Straße sichtbar, die der Nebel verbirgt (lokaler Kontrast × 2,9). Personen sind nicht erkennbar.
Drohnenblick über Gebiet 1 im Spätsommer 2020, oben Original, unten braune Kronen magenta markiert
vor Projekt · Methode Braune, absterbende Kronen. Eigenes Drohnenvideo über Gebiet 1, Spätsommer des Dürrejahres 2020 (Battert-Felskamm im Hintergrund). Eine einfache Farbschwelle markiert die braunen Kronen: 7,3 % des sichtbaren Waldes in diesem Bild (nicht kalibrierter Bildanteil) — der erste Schritt zur Auswertung der Kronenvitalität.

Stand Oktober 2026 (Projektmonat M17). Daten wie aufgenommen; Material vor dem 3. Juni 2025 ist als Vorarbeit gekennzeichnet.

Technik & Sensoren

Drei Größen, eine Plattform

Die Nutzlastkapazität ist das gemeinsame Budget für Sensor und Akku. Der schwerste Akku, der neben dem Sensor noch ins Budget passt, bringt die längste Zeit über der Fläche. Wir rechnen Ihr Szenario gern durch.

h-aero® zeroh-aero® zero+h-aero® one
Nutzlastkapazität (Sensor und Akku)500 g1.000 g3.000 g
Typische Sensorik4K-KameraWärmebildkameramehrere Sensoren
Flugdauerüber 2 h (Auslegung)über 5 h, gemessen mit 1 kg Nutzlastüber 5 h (Auslegung)

Die Flugdauer hängt vom Energiebedarf des Sensors ab. Die Angaben sind maximal gemessene bzw. ausgelegte Werte bei sparsamer Nutzlast, keine typischen Werte.

Drei Betriebsarten

Am Seil

Als Fesselballon über einer Fläche, in Deutschland bis 30 m Höhe genehmigungsfrei, darüber mit Aufstiegserlaubnis. Für die Wache über einer Fläche, etwa nach einem Brand.

Geführt mit Antrieb

Mit eigenem Vortrieb über kleine Flächen, in geringer Höhe und mit Sicht auf die Plattform. Für Samples und Nahaufnahmen an einem Bestand.

Freie Fahrt

Als unbemannter Freiballon, gedeckt durch unsere Aufstiegserlaubnisse, entlang eines geplanten Streifens: Die Plattform gleitet mit dem Wind über das Gebiet und erzeugt dabei ein durchgehendes Lagebild.

Wie jeder Ballon braucht die Plattform ein Wetterfenster. Dafür bleibt sie dann Stunden über der Fläche. Welche Betriebsart passt, hängt von Fläche, Fragestellung und Genehmigung ab.

Sensoren, die die Plattform schon getragen hat

Die Plattform ist sensoroffen. Diese Nutzlasten waren bereits an Bord, teils als Geräte unserer Partner.

Schnittstellen: USB-C · LAN · WLAN (5 GHz) · Mobilfunk (LTE, 5G-fähig) · SatCom. Geräuschpegel unter 40 dB.

Anwendungen

Aus dem Waldmanagement-Spektrum

Eine Plattform, viele Einsatzfelder — überall dort, wo flächige, schonende Erfassung gefragt ist.

Schwerpunkt Waldbrand

Wo Akku-Drohnen nach Minuten landen müssen, bleibt h-aero in der Luft: als Brandwache in Risikolagen und nach dem Brand als Wache über der Fläche, am Seil und geräuscharm. Die Wärmebildkamera an Bord zeigt Hotspots, die vom Boden aus nicht zu sehen sind.

Borkenkäfer- & Schädlingsbefall

Befallsflächen (rot- und graukronige Bäume) kartieren. Die Früherkennung grüner Befallsstadien entwickeln wir mit Partnern im Pilot.

Vitalitäts- & Waldzustandsmonitoring

Saisonale und großflächige Erfassung des Kronenzustands.

Sturm- & Windwurfschäden

Schadflächen und Kronendachlücken nach Sturmereignissen kartieren.

Waldbrand-Früherkennung

Thermische Hotspot-Detektion und persistente Brandwache in Risikolagen.

Brandherd-Nachüberwachung

Überwachung von Brandflächen nach dem Löschen, bis Glutnester erloschen sind, mit Wärmebild aus der Luft.

Waldinventuren & Bestandesstrukturkartierung

Kohlenstoffinventur und Taxationsparameter der Waldinventur — 3D-/LiDAR-gestützt aus der Luft erfasst.

Monitoring der Wiederbewaldung

Dokumentation und Monitoring der Kalamitätsflächen nach Aufforstung und Wiederbewaldung.

Wildmonitoring

Inventur des Wildbestandes und Überwachung der Wildbewegung — geräuscharm und ohne das Wild aufzuschrecken.

Geostationäre Basis-Station

Stationärer Einsatz als luftgestützte Basis-Station — zur Verbesserung von Positionsbestimmung und Funkabdeckung über dem Wald.

In sensiblen Schutzgebieten und Nationalparken zudem von Vorteil: geräuscharmer, downwash-freier Betrieb, der Wildtiere nicht aufschreckt.

Produkte

Was wir heute liefern. Und was wir mit Ihnen im Pilot entwickeln.

Forstleute arbeiten seit Jahrzehnten mit Fernerkundung und kennen ihre Grenzen. Deshalb trennen wir klar zwischen dem, was wir heute belegt liefern, und dem, was in einem Pilotprojekt mit Fachpartnern entsteht. Alle Auswertungen richten wir an den forstlichen Definitionen und an den Daten der Forsteinrichtung aus.

Das liefern wir heute

Belegt in eigenen Einsätzen

  • Georeferenzierte Luftbilder (RGB, Wärmebild) und Video als Rohdaten für Ihre eigene Auswertung
  • Live-Lagebild aus der Luft mit Wärmebild und Hotspots, während des Flugs am Boden sichtbar
  • Orthomosaik kleiner Flächen als gestitchte Karte, mit Hinweis auf Stitching-Artefakte über bewegten Kronen
  • Kartierung sichtbar geschädigter Bäume rot- und graukronige Bäume, Windwurf und Lücken aus den Luftbildern
  • Satelliten-Zeitreihe Ihres Gebiets monatlich seit 2025 als Vorlauf und Kontext zur Befliegung

Das entwickeln wir mit Ihnen im Pilot

Mit Fachpartnern, geprüft gegen Referenzmessungen vor Ort

  • Baumhöhen und Kronenmodelle nach forstlicher Definition am Oberbestand, nicht als höchster Bildpunkt
  • Baumarten, Mischungsanteile und Stammzahl
  • Holz- und CO₂-Vorrat
  • Früherkennung von Borkenkäferbefall an noch grünen Bäumen
  • Wildzählung per Wärmebild im laubfreien Winter
  • Automatische Brandherd-Erkennung
  • Akustisches Monitoring Mikrofone wurden getragen, die Auswertung ist offen

Maßstab für jedes Pilotprodukt: Genauigkeit gegenüber den Referenzdaten, Flächenleistung und Kosten gegenüber der Aufnahme zu Fuß. Wir legen das Szenario vor dem ersten Flug gemeinsam fest.

Ablauf

Vom ersten Blick zur Monitoring-Vereinbarung

  1. Erst-Einschätzung — gemeinsame Bewertung Ihrer Flächen und Ihres Monitoring-Bedarfs.
  2. Pilotbefliegung — geräuscharme Erfassung über den Kronen und Auswertung der Luftdaten.
  3. Monitoring-/Service-Vereinbarung — wiederkehrende, belastbare Erfassung nach Bedarf.

Nächster Schritt

Demo erleben oder Pilotbefliegung planen?

Lernen Sie die Plattform bei einer kostenfreien Demo in Baden-Baden kennen, oder sprechen Sie mit uns über eine Pilotbefliegung über Ihren Waldflächen.