Das Problem
Trockenheit, Borkenkäfer, Sturmwurf und ein steigendes Brandrisiko setzen unseren Wäldern zu. Die klassische Erfassung stößt an Grenzen: Begehungen sind punktuell, Satellitendaten sind grob, und akkubetriebene Multikopter verbrauchen den Großteil ihrer Energie fürs Schweben, das begrenzt ihre Zeit über der Fläche. Försterinnen und Förster brauchen aktuelle, flächige und belastbare Daten als Grundlage für ihre Entscheidungen.
Die Lösung
Ein klarer Ablauf — vom geräuscharmen Flug über den Kronen bis zur belastbaren Entscheidungsgrundlage.
Geräuscharmer Flug direkt über den Baumkronen — hochauflösend, georeferenziert und mit langer Verweilzeit: über 5 Stunden, gemessen mit 1 kg Nutzlast im sparsamen Betrieb.
KI-gestützte Auswertung der Luftdaten: Schadflächen, Vitalität und Strukturen werden sichtbar.
Belastbare Karten und Berichte als Grundlage für Forsteinrichtung und Maßnahmenplanung.
Bei einem Multikopter geht der Großteil der Akkuenergie ins Schweben. Bei h-aero trägt das Helium, die Energie steht dem Sensor zur Verfügung. Über 5 Stunden sind gemessen, mit leichter Nutzlast im sparsamen Betrieb.
Kein Rotorabwind, der Kronen, Boden oder Messluft aufwirbelt, und ein Geräuschpegel unter 40 dB — wichtig in Schutzgebieten, bei Wildbeobachtung und bei Messungen in Bodennähe.
h-aero verfügt über Aufstiegserlaubnisse für Flüge über Waldflächen und ist im EU-Projekt FORWARDS (Horizon Europe) mit dem Teilprojekt HALO-FARM aktiv (siehe Datenkette).
HALO-FARM · EU-Projekt FORWARDS
HALO-FARM erfasst fünf Waldgebiete in Deutschland und Österreich als Freiballon-Streifen von 1 km × 10 km (5.000 ha, davon rund 3.900 ha Wald). Der Satellit findet Veränderungen auf großer Fläche, h-aero liefert die Nahaufnahme zur fachlichen Interpretation. Sechs Stationen, hier für Gebiet 1 bei Baden-Baden: Vorhandenes ist mit real markiert, Geplantes mit geplant.
Vorführung — Ihre Änderungen werden nicht gespeichert. Drehen Sie einen Streifen, um zu sehen, wie sich sein Waldanteil ändert.
Fünf Gebiete: 1–3 bei Baden-Baden, 4 bei Dornbirn (Österreich), 5 in der Rhön. Jedes Gebiet hat einen Mittelpunkt und eine Fahrtrichtung mit möglichst hohem Waldanteil. Fesselballon-Samples entstehen im Kreis von 1 km; für die Erhebung wird der Freiballon im Mittelpunkt losgelassen und fährt mit dem Wind in konstanter Höhe einen Streifen von 1 km × 10 km entlang. Fahrhöhe = Streifenmaximum + 100 m (792 / 808 / 975 / 1.254 / 985 m ü. NN). Gebiet 1: Streifen 135° (SO), rund 90 % Wald, Gelände von 270 bis 683 m. Zusammen decken die fünf Streifen 5.000 ha ab, davon rund 3.900 ha Wald (OpenStreetMap).
Sentinel-2 (Copernicus), je Monat eine wolkenarme Szene im Ausschnitt 3 × 3 km: 17 von 19 Monaten verwertbar. Rechts der Vegetationsindex (NDVI) des Waldes; magenta = Wald, dessen NDVI gegenüber demselben Monat des Vorjahres um mindestens 0,15 gesunken ist (nur Mai–September). Der größte Wert — 1,4 ha im Kreis im August 2026 — ist ein Kandidat für die Nahaufnahme, keine Diagnose: Dafür sind die Stationen 3–6 da.
Erstellt mit der Datenkette unseres Open-Hub-Satellitenviewers (Zugang zum Viewer auf Anfrage). Daten: Copernicus Sentinel-2 (ESA).




Unser Flugsimulator prüft jeden Streifen gegen Gelände und Windprognose und optimiert freien Auftrieb und Ventilzeiten so, dass das geplante Höhenprofil eingehalten wird. Beispiel Gebiet 1 (geplanter Flug am 1. November 2026, Windprognose): 7,7 von 7,9 km in 27 Minuten, im Mittel rund 19 m neben dem geplanten Höhenprofil, 24 g Helium. Die seitliche Abweichung von bis zu 1,4 km zeigt den mit der Höhe drehenden Wind — genau das muss dieser Schritt vor einer Kampagne sichtbar machen.
Den Freiballonbetrieb hat dieselbe Plattform 2026 außerhalb von HALO-FARM gezeigt. Über dem Wald werden die Streifen ab Anfang November 2026 an Gebiet 1 befahren, danach folgen 2027 Kampagnen ohne Laub (Winter) und mit Laub (Frühjahr/Sommer) an allen Gebieten.
Die Erkennungsmethoden entwickeln wir an eigenen Daten. Die Beispiele zeigen die Richtung der Auswertung, jeweils mit Herkunft.
Stand Oktober 2026 (Projektmonat M17). Daten wie aufgenommen; Material vor dem 3. Juni 2025 ist als Vorarbeit gekennzeichnet.
Technik & Sensoren
Die Nutzlastkapazität ist das gemeinsame Budget für Sensor und Akku. Der schwerste Akku, der neben dem Sensor noch ins Budget passt, bringt die längste Zeit über der Fläche. Wir rechnen Ihr Szenario gern durch.
| h-aero® zero | h-aero® zero+ | h-aero® one | |
|---|---|---|---|
| Nutzlastkapazität (Sensor und Akku) | 500 g | 1.000 g | 3.000 g |
| Typische Sensorik | 4K-Kamera | Wärmebildkamera | mehrere Sensoren |
| Flugdauer | über 2 h (Auslegung) | über 5 h, gemessen mit 1 kg Nutzlast | über 5 h (Auslegung) |
Die Flugdauer hängt vom Energiebedarf des Sensors ab. Die Angaben sind maximal gemessene bzw. ausgelegte Werte bei sparsamer Nutzlast, keine typischen Werte.
Als Fesselballon über einer Fläche, in Deutschland bis 30 m Höhe genehmigungsfrei, darüber mit Aufstiegserlaubnis. Für die Wache über einer Fläche, etwa nach einem Brand.
Mit eigenem Vortrieb über kleine Flächen, in geringer Höhe und mit Sicht auf die Plattform. Für Samples und Nahaufnahmen an einem Bestand.
Als unbemannter Freiballon, gedeckt durch unsere Aufstiegserlaubnisse, entlang eines geplanten Streifens: Die Plattform gleitet mit dem Wind über das Gebiet und erzeugt dabei ein durchgehendes Lagebild.
Wie jeder Ballon braucht die Plattform ein Wetterfenster. Dafür bleibt sie dann Stunden über der Fläche. Welche Betriebsart passt, hängt von Fläche, Fragestellung und Genehmigung ab.
Die Plattform ist sensoroffen. Diese Nutzlasten waren bereits an Bord, teils als Geräte unserer Partner.
Schnittstellen: USB-C · LAN · WLAN (5 GHz) · Mobilfunk (LTE, 5G-fähig) · SatCom. Geräuschpegel unter 40 dB.
Anwendungen
Eine Plattform, viele Einsatzfelder — überall dort, wo flächige, schonende Erfassung gefragt ist.
Wo Akku-Drohnen nach Minuten landen müssen, bleibt h-aero in der Luft: als Brandwache in Risikolagen und nach dem Brand als Wache über der Fläche, am Seil und geräuscharm. Die Wärmebildkamera an Bord zeigt Hotspots, die vom Boden aus nicht zu sehen sind.
Befallsflächen (rot- und graukronige Bäume) kartieren. Die Früherkennung grüner Befallsstadien entwickeln wir mit Partnern im Pilot.
Saisonale und großflächige Erfassung des Kronenzustands.
Schadflächen und Kronendachlücken nach Sturmereignissen kartieren.
Thermische Hotspot-Detektion und persistente Brandwache in Risikolagen.
Überwachung von Brandflächen nach dem Löschen, bis Glutnester erloschen sind, mit Wärmebild aus der Luft.
Kohlenstoffinventur und Taxationsparameter der Waldinventur — 3D-/LiDAR-gestützt aus der Luft erfasst.
Dokumentation und Monitoring der Kalamitätsflächen nach Aufforstung und Wiederbewaldung.
Inventur des Wildbestandes und Überwachung der Wildbewegung — geräuscharm und ohne das Wild aufzuschrecken.
Stationärer Einsatz als luftgestützte Basis-Station — zur Verbesserung von Positionsbestimmung und Funkabdeckung über dem Wald.
In sensiblen Schutzgebieten und Nationalparken zudem von Vorteil: geräuscharmer, downwash-freier Betrieb, der Wildtiere nicht aufschreckt.
Produkte
Forstleute arbeiten seit Jahrzehnten mit Fernerkundung und kennen ihre Grenzen. Deshalb trennen wir klar zwischen dem, was wir heute belegt liefern, und dem, was in einem Pilotprojekt mit Fachpartnern entsteht. Alle Auswertungen richten wir an den forstlichen Definitionen und an den Daten der Forsteinrichtung aus.
Belegt in eigenen Einsätzen
Mit Fachpartnern, geprüft gegen Referenzmessungen vor Ort
Maßstab für jedes Pilotprodukt: Genauigkeit gegenüber den Referenzdaten, Flächenleistung und Kosten gegenüber der Aufnahme zu Fuß. Wir legen das Szenario vor dem ersten Flug gemeinsam fest.
Ablauf
Nächster Schritt
Lernen Sie die Plattform bei einer kostenfreien Demo in Baden-Baden kennen, oder sprechen Sie mit uns über eine Pilotbefliegung über Ihren Waldflächen.